„Alles was zählt“ bekommt einen Neuen: Frederik Götz spielt ab Mittwoch, 14. März 2012 (Folge 1393), drei Monate lang die Rolle des Sebastian von Rothenberg. Wir haben für euch ein Interview mit gebürtigen Erlanger zu seiner ersten Rolle im TV.

Alles was zählt Sebastian von Rothenberg (Frederik Götz) © RTL

„Alles was zählt“ Neuzugang Frederik Götz im RTL-Interview

Frederik, du studierst in Salzburg Schauspiel: Was gefällt dir besonders am Theater?

Frederik Götz: Die intensive Arbeit an einer Rolle über Wochen. Grade arbeite ich im Studium an einer Szene aus „Romeo und Julia“ und einem modernen Monolog, bei dem ich einen sehr einsamen Typen spiele, der sich immer benachteiligt fühlt, aber die ganze Zeit so tut, als wäre alles total cool bei ihm. Da suche ich dann nach Sachen in mir, die mich mit der Rolle verbinden, oder frage mich, ob ich überhaupt etwas mit der Rolle gemein habe. Da kommt man oft auf sehr spannende Erkenntnisse, auch über sich selbst. Und dann bringt man irgendwann das Ganze auf die Bühne und da zählt einfach der Kontakt mit dem Publikum. Man bekommt ein direktes Feedback, was auch mal unangenehm sein kann. Aber wenn du merkst, dass das Publikum total gespannt darauf schaut, was du tust, dann ist das einfach genial.

Wie lebt es sich in Salzburg?

Götz: Gute Frage. Ich würde sagen, ich lebe sehr gut. Denn ich wohne mit zwei sehr entspannten Jungs in einer recht günstigen Altbauwohnung nahe der Salzach.
Die Lebenshaltungskosten in Österreich sind ein gutes Stück höher als in Deutschland, aber dafür zahlen wir hier keine Studiengebühren, das gleicht sich dann ganz gut aus. Die Stadt Salzburg ist sehr touristisch, was für mich als Erlanger etwas gewöhnungsbedürftig war. Aber die Natur im Salzburger Land macht für mich alles wieder wett. Ich habe hier einen Lieblingssee, an dem ich, sofern es das Wetter zulässt, komplett von den ganzen Studiums- und Arbeitsgeschichten abschalten kann.

Welche Erinnerungen hast du an deine Heimatstadt Erlangen?

Götz: Meine ganze Schulzeit, meine besten Freunde, meine erste große Liebe, fränkisches Bier und ‚Schäufele mit Kloß‘, meine alte Basketballmannschaft, Schultheater, die ersten selbst gedrehten Filme und, und, und, das könnte ewig so weiter gehen.

AWZ ist deine erste Rolle im TV. Kanntest du die Serie vorher?

Götz: AWZ war mir auf jeden Fall ein Begriff. Ich habe ein paar der ersten Folgen gesehen, weil meine damalige Freundin ab und zu GZSZ und dann eben auch AWZ geschaut hat.

Was hast du gedacht, als du die Rolle endgültig bekommen hast?

Götz: Normalerweise habe ich nachts mein Handy immer aus, aber an dem Tag hatte ich am Abend vorher vergessen, es auszustellen, und so wurde ich vom Handyklingeln aus dem Schlaf gerissen und war etwas verwirrt, als ich meine Agentin am Telefon hatte. Und dann dachte ich, okay, und wie soll ich das alles unter einen Hut bekommen, Studieren und Drehen – Salzburg und Köln? Aber nach einem intensiven Gespräch mit meinem Schauspieldozenten haben wir eine gute Lösung gefunden.

Was ist deine Traumrolle und warum?

Götz: Das kann ich nicht so generell sagen, es gibt beim Film Leute wie Fatih Akin oder Michael ‚Bully‘ Herbig und viele andere, mit denen ich gerne mal arbeiten würde, aber ich habe da keine bestimmte Rolle im Sinn. Ich will so abwechslungsreich wie möglich arbeiten. Auf der Bühne spiele ich einerseits gerne realistisches und situatives, aber andererseits auch gerne performatives Theater, wie das letzte Projekt von meinem Jahrgang, ‚Kunst oder Dreck‘.

Du stehst als Basti bei AWZ zwischen zwei Mädels, die dich beide auf ihre Art umgarnen. Ist dir so etwas auch schon mal im wahren Leben passiert?

Götz: So heftig wie bei AWZ nicht, aber so ähnlich. Ich wusste aber von Anfang an, welche für mich in Frage kommt. Und das habe ich dann auch gleich klar gemacht.

Bist du privat auch ein Frauenschwarm oder bist du eher schüchtern?

Götz: Ich würde mal behaupten, dass ich grundsätzlich eher nicht der Schüchterne bin. Aber wenn ich merke, dass ich ein Mädchen richtig gut finde, da kann ich dann schon auch mal meine Souveränität verlieren.

In deiner Freizeit spielst du auch Gitarre. Komponierst und singst du auch?

Götz: Ich spiele Gitarre hauptsächlich zur Entspannung, das ist für mich eine Art Meditation. Aber ja, ab und an kommt mir eine Melodie, die unbedingt aus mir raus muss, und wenn ich richtig Glück habe, kommt wie aus dem Nichts ein Text dazu. Leider kann ich das nicht steuern, und wenn ich vorsätzlich versuche, einen Text zu schreiben, klappt das nie.

Quelle: Pressemitteilung (Interview) und Foto RTL