Fünf Fragen an… HERRMANN

Frage 1: Im Juni ist eure neue Single „ich bin raus“ erschienen. Warum ausgerechnet dieses Thema und was hat euch zu diesem Song inspiriert?

Inspiration finden wir in unserem Leben, Umfeld, den Dingen die passieren, passiert sind oder vielleicht passieren werden.

„Ich bin raus“ ist sicherlich auch ein Kind dieser Zeit der Einschränkung und gleichzeitigen Umorientierung durch diese Pandemie. Aber so genau lässt sich das nie bestimmen, wo welcher Text herkommt. Unterschiedliche Sehnsüchten zu unterschiedlichen Zeiten sicherlich.

Im Nachhinein betrachtet finden wir es einfach gut, dass „Ich bin raus“ von Entscheidung und Selbstbestimmung erzählt, von konsequenter Reaktion auf ein Gefühl der Dringlichkeit. Eben „Ich bin raus“ und nicht „Ich will raus“ oder „ich müsste mal raus“.

Frage 2: Ihr seid Freunde seit eurer Kindheit. Was hat euch dazu gebracht, nun nicht mehr „nur“ Freunde zu sein, sondern auch zusammen Musik zu machen? Und natürlich stellt sich da auch die Frage, wie ihr auf den Namen HERRMANN für euer Duo gekommen seid.

Seitdem wir uns kennen, machen wir zusammen Musik. Immanuel – Schlagzeug, David – Gitarre! Außer ein paar Schlenker in andere Projekte hatten wir auch immer gemeinsame Bands. Als Duo gibt es uns aber erst seit HERRMANN, also ab jetzt. Benannt nach dem Königspudel von Immanuel.

Frage 3: Eure Songs lassen sich am ehesten als Deutschpop bezeichnen. Warum gerade dieses Musikgenre?

Akzentfrei Pop auszusprechen ohne schamvoll in die Knie zu gehen und und dann noch auf deutsch finden wir super. Anfangs fühlte man sich beim Schreiben recht neu und nackig, aber es macht mega spaß und tut gut Lieder in der Muttersprache zu schreiben. Es ist erst recht eine Herausforderung Dinge aus dem Alltag und aus der Seele zu beschreiben und sie dabei nicht kitschig rüberkommen zu lassen. Es ist für uns einfach eine größere Intensität, wenn wir für ein Publikum spielen, dass unsere Worte versteht. Und wenn die Songs es dann aber trotzdem schaffen, das der Hörer sich darin verlieren kann, dann ist das ein Glücksgewinn.

Frage 4: Gibt es Sängerinnen oder Sänger, die für euch beide große Vorbilder waren und sind?

Hm, eigentlich nicht. Natürlich gibt es Musiker und Sänger, die wir gut finden, letztendlich wollen wir aber unsere eigene Geschichte schreiben ohne eine Schablone oder sonstiges anzulegen. Aber natürlich sind auch wir Kinder unserer Einflüsse. Manfred Mann ist ein super Typ, Rio Reiser, Beck, Alicia Keys, Richard Wagner, die Foo Fighters, Feist und The Streets sind auch astrein. Und natürlich alles von Stax Records, vor allem Otis Redding.

Frage 5: Eure neue Single ist nun erschienen. Doch danach geht es natürlich weiter. Was steht bei euch in den nächsten 12 Monaten musikalisch an?

Wir sind recht impulsiv und handeln auch so. Somit ist eine genauer Ablauf nicht genau zu datieren. Beispiel die erste Single, die ehrlich gesagt überhaupt nicht auf dem Plan stand, aber plötzlich passte und spontan aufs Laufband kam. Die zweite ist im Kasten und rollt bald an. Wahrscheinlich gibt es dann noch eine dritte Single, bevor dann im Frühjahr 2021 unser Debüt-Album erscheint.

Vielen Dank für das Interview und euch noch viel Erfolg für die Zukunft. Viel Glück für euren Weg und bleibt gesund!

Christel von LaTrash.de

Ebenso! Vielen Dank und bis bald.

Das Interview mit HERRMANN wurde im Juli 2020 geführt.