Tatort-Kommissare äußern sich zu Til Schweigers Forderung „Der Tatort-Vorspann muss weg“

Til Schweiger, der bald als neuer Hamburger „Tatort“-Kommissar über die Fernsehbildschirme flackern wird, hat die „Tatort“-Fangemeinde mit seiner Forderung erzürnt, der kultige „Tatort“-Vorspann sei dämlich und solle abgeschafft werden. Im Gespräch mit dem Magazin Closer verraten jetzt die anderen Kommissare der Kult-Krimiserie, was sie von Schweigers Forderung halten.

Tatort-Kommissare äußern sich zu Til Schweigers Forderung „Der Tatort-Vorspann muss weg“

Til Schweiger will den „Tatort“-Vorspann abschaffen. Er bezeichnet ihn als „outdated“, „dämlich“ oder „scheiße“. Jetzt schießen die „Tatort“-Kommissare scharf gegen Schweiger.

Peter Sodann von 1992 bis 2007 Ex-Kommissar Bruno Ehrlicher in „Tatort“-Leipzig: „Man muss das nicht auswechseln. Es ist gut und erfolgreich, und all diese Dinge sollte man dringend erhalten, dann lieber den Kommissar auswechseln. Das wäre klüger.“

Dominic Raacke seit 1999 als Kommissar Till Ritter im „Tatort“-Berlin: „Ich war zuerst sehr überrascht und habe mich gefragt, warum Til das jetzt unbedingt thematisieren musste. Zwar kann man so einen Vorschlag ruhig machen, aber: Der ,Tatort‘-Vorspann ist ja so ein Heiligtum, und es wird nicht so einfach sein, den zu ändern. In allererster Linie bin ich auf Tils ersten ,Tatort‘ gespannt.“

Ulrike Folkerts seit 1989 Kommissarin Lena Odenthal im „Tatort“-Ludwigshafen: „Ich finde den Vorspann, gerade weil er so alt und dadurch Kult ist, wunderbar. Der soll bleiben! Es gibt wichtigere Dinge zu revolutionieren beim ,Tatort‘ als den Vorspann. Wichtiger sind die Krimis, die nach diesem Vorspann kommen. Grüße an Til Schweiger und willkommen im Club.“

Ulrich Tukur seit 2010 Kommissar Felix Murot im „Tatort“ Wiesbaden „Der ,Tatort‘ ist eine Kirche mit einer großen, gläubigen Gemeinde. Am Wochenende ist Gottesdienst. Eine Kirche erneuert man spirituell und von innen heraus und nicht, indem man den Glockenturm abreißt. Auch ist Eulenspiegel kein Martin Luther. Bis der auftaucht, um sein großes Reformwerk zu beginnen, sollen die Glocken die Messe ruhig weiter in gewohnter Manier einläuten.“

Adele Neuhauser seit 2010 Kommissarin Bibi Fellner im „Tatort“-Wien: „Der ,Tatort‘-Vorspann ist für mich nicht wegzudenken, auch wenn er ,vielleicht‘ nicht mehr zeitgemäß sein sollte. Aber man könnte ja zum 50-jährigen Jubiläum des ,Tatorts‘ eine Ausschreibung machen. Die Frage ist nur, ob dieser Vorspann dann auch 50 Jahre überlebt?“

Quelle: Closer

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