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Wege zum Glück – Spuren im Sand Die vier Freunde Maja (Andrea Cleven, l.), Markus (Philipp Roman, 2.v.l.), Greta (Greta Galisch de Palma, 2.v.r.) und Robert (Florian Thunemann, r.) haben Spaß beim Boßeln in den Dünen. © ZDF und Joachim Bischoff
Jun. 14.

Wege zum Glück – Spuren im Sand: Statements der Hauptdarsteller zum vorzeitigen Aus

Obwohl die Telenovela „Wege zum Glück – Spuren im Sand“ erst vor knapp einem Monat gestartet ist, steht bereits jetzt fest: Das ZDF wird nicht die vollen 240 Folgen ausstrahlen. Nach nur 99 Folgen ist Schluss und am Juli bekommt die Serie einen neuen Sendeplatz.

Wege zum Glück – Spuren im Sand: Statements der Hauptdarsteller zum vorzeitigen Aus

Hauptdarstellerin Andrea Cleven (spielt Maja Iversen):

„Ich bin natürlich unendlich traurig über die Entscheidung des ZDF. Selbstverständlich war mir klar, dass die Quote niemanden glücklich macht, aber ich bin davon ausgegangen, dass man uns länger Zeit lässt. Und ich glaube auch, dass wir spätestens im Herbst eine zufriedenstellende Quote erreicht hätten.

Es gibt sicherlich viele Gründe, warum „Wege zum Glück“ nicht erfolgreich gestartet ist. Einige Zuschauer haben die Geschichte oder den Look kritisiert. Andere fanden genau diese Punkte besonders toll. Das sind meines Erachtens aber geschmäcklerische Fragen. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. „Wege zum Glück“ ist in vielen Bereichen anders und neu. Daran müssen sich Zuschauer erst mal gewöhnen.

Ich bin Schauspielerin. Es ist nicht meine Aufgabe, Programmplanung zu machen oder zu beurteilen. Trotzdem frage ich mich schon, wie es neue Serien künftig schaffen sollen. Es gibt so viele Beispiele von TV-Formaten, die schwach gestartet sind und sich dann aber erfolgreich etablieren konnten: GZSZ, Sturm der Liebe oder gerade aktuell „Berlin Tag & Nacht“. Man mag davon halten, was man will – aber die Serie hat gerade mal vier Prozent in den ersten Wochen erreicht. Heute liegt sie über zehn Prozent.

Ich werde die Zeit bei „Wege zum Glück“ sehr vermissen – auch wenn sie hart und anstrengend war. Ich habe viel gelernt, unglaublich tolle Leute getroffen und es sind Freundschaften entstanden, die sicherlich auch nach Drehschluss fortbestehen werden.

Das vorzeitige Aus von „Wege zum Glück“ ist umso enttäuschender, weil wir alle viel investiert haben und bis zum äußersten gegangen sind. Wir haben bei -16 Grad draußen stundenlang gedreht, unser Privatleben zurückgestellt und jeden Tag versucht, noch besser zu werden. Jeder von uns – egal ob vor oder hinter der Kamera – hat für die Serie alles gegeben. Es fühlt sich ein wenig an, als hätten wir um das Leben eines Patienten auf der Intensivstation gekämpft. Und gerade als die ersten Therapien anschlagen, kommt jemand und zieht den Stecker.

Ich hatte damit gerechnet, dass ich jetzt erst mal in ein tiefes Loch falle. Aber das Gegenteil ist der Fall. Natürlich war ich geschockt und es gab auch einige Tränen. Aber nun nachdem ein paar Tage vergangen sind, sprudeln wieder neue Ideen und Pläne durch meinen Kopf. Ich werde im Juli nach Island fahren und dort im Café eines Freundes arbeiten. Im August stehe ich wieder in Bad Hersfeld auf der Bühne. Ich kann mir vieles vorstellen und führe natürlich auch schon erste Gespräche. Mein Lebensmotto war immer: „Bleib unabhängig, sei jederzeit bereit für einen Umzug und immer offen für Neues“. Diese Einstellung hilft mir jetzt natürlich sehr.

Auch wenn ich traurig und enttäuscht bin, bin ich nicht verbittert. Ich habe sowohl seitens der Produktionsfirma GrundyUFA als auch von Seiten des Senders viel Unterstützung und Lob erfahren. Das hat bis heute nicht geändert. Trotz aller Schwierigkeiten und dem vorzeitigen Aus war es eine tolle Zusammenarbeit, die ich nicht missen möchte.“

Wege zum Glück – Spuren im Sand Die vier Freunde Maja (Andrea Cleven, l.), Markus (Philipp Roman, 2.v.l.), Greta (Greta Galisch de Palma, 2.v.r.) und Robert (Florian Thunemann, r.) haben Spaß beim Boßeln in den Dünen. © ZDF und Joachim Bischoff

Hauptdarsteller Florian Thunemann (spielt Robert Ahlsen):

Letzten Freitag wollten wir eigentlich ein ausgelassenes WM-Grill-Sommerfest mit unseren Kollegen und Nachbarn von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ feiern. Kurz nach Drehschluss wurden wir dann aber noch mal kurz zusammengetrommelt und wir erfuhren: In drei Wochen ist Schluss. Das war hart und die meisten waren im ersten Moment einfach nur geschockt. Es gab viele Tränen, Enttäuschung und natürlich auch ein bisschen Wut. Die Stimmung auf der Party war dementsprechend. Aber am Ende war es so eigentlich ganz gut. Niemand musste allein sein und wir konnten es alle zusammen aushalten. Nüchtern war spätestens um Mitternacht keiner mehr.

Am Wochenende nach der Entscheidung hatte ich gleich zwei Aufführungen in am Staatstheater Wiesbaden. Das hat mir sehr geholfen, weil es mich abgelenkt hat und mir gleichzeitig gezeigt hat: Es gibt auch ein Leben nach der Telenovela. Ich habe es sehr genossen, wieder auf der Bühne zu stehen, Freunde zu treffen und seit langem mal wieder ein Wochenende ohne Text lernen zu verbringen. Natürlich bin ich sehr traurig und enttäuscht über die Entscheidung, aber ich freue mich auch auf Urlaub, viel freie Zeit und neue Projekte.

Man kann das wahrscheinlich kaum nachvollziehen, wenn man nie für eine tägliche Serie gearbeitet hat, aber mein ganzes Leben war in den letzten Monaten bestimmt von einem Drehplan. Wann kann ich schlafen, wann hab ich mal ein bisschen Zeit für Freunde… das alles war vorgegeben und auf die Minute genau verplant. Das wird ab Juli wieder anders sein und ein Teil von mir freut sich sehr darauf.

Trotzdem werde ich die Zeit bei „Wege zum Glück“ sehr vermissen. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Team so schnell so eng zusammengewachsen ist. Wir hatten großen Spaß bei der Arbeit. Egal wie hart es war – und das war es gerade am Anfang als wir bei klirrender Kälte drehen und sich alle noch an die neue Technik gewöhnen mussten – je schwieriger es wurde, desto mehr wuchsen wir zusammen und haben uns gegenseitig geholfen und aufgebaut. Das war eine großartige Erfahrung und diese Zeit kann mir niemand mehr nehmen.

Quelle: Pressemitteilung & Foto ZDF

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