Die Tote ohne Alibi Fernsehfilm im ZDF – Der Fernsehtipp für Montagabend

Unsere Zeit ist rasend schnell geworden. Und auch in Krimis geht es oftmals um eines: schnell sein, rasende Bilder – was irgendwie auch schon zur Eintönigkeit geführt hat. Da ist der ZDF-Fernsehfilm, Die Tote ohne Alibi, der am kommenden Montag ausgestrahlt wird, ein völliger Gegenpol. Nur langsam geht es voran, die Ermittlungen stehen immer wieder auf der Kippe – und die Spannung wächst, was nun wird, aus dem Mörder und denen, die ihn greifen wollen.

Für den, der es in Krimis schnell mag, für den wird Die Tote ohne Alibi sicher viel zu langsam, zu langatmig sein. Aber wer bei Krimis die Verstrickungen mag, die Fäden, die sich zusammenziehen, aber auch die Ohnmacht der ermittelnden Kripobeamten, für den wird dieser ZDF-Fernsehfilm genau das richtige sein.
Dazu kommt, und auch das spricht für Die Tote ohne Alibi: der Zuschauer muss sich nicht den immer gleichen Gesichtern hingeben, die sich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen leider ständig die Klinke in die Hand geben. Auch wenn Katharina Böhm derzeit öfter zu sehen ist, so sind ihre schauspielerischen Fähigkeiten und Facetten so groß, dass man einfach vergisst, sie letztens erst im ZDF in der Krimiserie „Die Chefin“ gesehen zu haben.

Überhaupt ist die Besetzung ein Volltreffer. Sowohl die Hauptakteure als auch die Nebenrollen sind auf den Punkt besetzt und man nimmt den Darstellern ab, welche Rolle sie spielen, egal ob positiv oder negativ.

Die Tote ohne Alibi Katharina Böhm als Kriminaldirektorin Andergast und Max Simonischek als Lukas Laim © ZDF und Chris Hirschhäuser

Die Tote ohne Alibi Inhalt

Er ist gutaussehend, geheimnisvoll, lässig, aber auch unberechenbar und beziehungsunfähig. Er hat keine feste Freundin, sondern verprasst das Geld seiner reichen Starnberger Familie für käufliche Liebe. Maximilian Simonischek spielt diesen Kommissar in dem Krimi „Die Tote ohne Alibi“, der am Montag, 30. April 2012, 20.15 Uhr, im ZDF ausgestrahlt wird. In weiteren Rollen sind Kostja Ullmann, Gisela Schneeberger, Katharina Böhm, Harald Schrott und Marleen Lohse zu sehen. Regisseur Michael Schneider („Kommissar Stolberg“) hat den „Fernsehfilm der Woche“ nach einem Drehbuch von Christoph Darnstädt inszeniert.

Auf der Damentoilette einer Schwabinger Disko wird die Edelprostituierte Anja Grubicza tot aufgefunden. Hauptkommissar Lukas Laim und sein Assistent Tim Berners (Kostja Ullmann) sind skeptisch, als Zeugen aussagen, das Mädchen am Abend mit einem arbeitslosen Möchtegern-Paparazzo gesehen zu haben. Die beiden Ermittler stoßen in der Kundendatei der Escort-Agentur, bei der auch Lukas Stammkunde ist, auf die Topmanager eines Pharmakonzerns und dessen Anwalt (Harald Schrott). Plötzlich wird aus dem vermeintlichen Sexualdelikt ein Fall von Wirtschaftskriminalität. Brisante Fotos einer geheimen feuchtfröhlichen Party spielen eine entscheidende Rolle, zwei weitere Morde geschehen.

Die Tote ohne Alibi Stab

Buch – Christoph Darnstädt
Regie – Michael Schneider
Musik – Dirk Leupoltz
Kamera – Andreas Zickgraf
Schnitt – Jörg Kroschel
Szenenbild – Claus Kottmann
Kostüm – Katharina Ost
Maske – Udo Riemer, Brigitte Dettling
Ton – Hadon Install
Casting – Sandra Köppe
Produktionsleitung – Petra Herpich
Herstellungsleitung – Annette Oswald
Produzenten – Bettina Wente, Wolfgang Cimera
Redaktion – Daniel Blum

Die Tote ohne Alibi Darsteller

Lukas Laim – Maximilian Simonischek
Berners – Kostja Ullmann
Simhandl – Gerhard Wittmann
Rüdiger Nefzer – Harald Schrott
Kriminaldirektorin Andergast – Katharina Böhm
Lass – Werner Haindl
Lenny – Marleen Lohse
Laims Mutter – Gisela Schneeberger
Elena – Victoria Mayer
Busse – Sebastian Weber
Stranzig – Martin Lüttge
Michalski – Aurel Manthei
Lissy – Tabea Willemsen
Anja – Janina Kim Riedle
Sophie Radetzki – Julia Stinshoff
Timmersen – Felix Vörtler
Dr. Eildinger – Michael Roll
Ines Steack – Diana Staehly
Staatsanwalt Rüvermann – Michael A. Grimm
Katrin – Christine Adler
Kremer – Jörg Witte
Frau Sattler – Isabella Surel
Barkeeper – Felix Hellmann
Frau Lass – Brigitte Walbrun
und andere

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