Dives - Stay Right Here Cover

Wenn du einen Musikblog betreibst, wird dir ja so einiges an Songs und Alben angedreht im Laufe der Jahre – oder zumindest versucht. Ich weiß nicht, wie oft ich schon die Augen bei irgendwelchen öden oder schlecht gesungenen Tracks verdreht habe und wie viele Alben ich schon nach dem bloßen Anteasern aussortiert habe. Und dann flattern solche Songs wie „Stay Right Here“ von den Dives in dein Postfach, die derart Laune machen, dass du wieder weißt, warum dich Musik so sehr bockt.

Ich hab es ja, zugegebenermaßen, nicht sonderlich mit Musik aus Österreich. Außer Kruder & Dorfmeister und Conchita Wurst ist mir viele Jahre nichts begegnet aus unserem Nachbarland, was mir ins Ohr gegangen wäre. Erst TANYC, die mit ihrer Debütsingle „Smile“ so richtig reingewuppt ist bei mir, hat das geändert. Und dann kommt mit den Dives neue geile Musik aus Ösiland rübergeschwappt und ihre Single „Stay Right Here“ macht so viel Laune, dass ich nur dachte: „Ahhhh, von denen jetzt eine ganze Scheibe auf Vinyl, rauf auf den Plattenteller und einfach so BÄM in der Musik verlieren“.

Nun könnte ich viel labern über die Band, die übrigens eine allfemale Band ist, die aus Dora De Goederen, Tamara Leichtfried und Viktoria Kirner besteht. Oder dass sich die drei im Jahr 2015 auf dem Pink Noise Girls* Rock Camp kennengelernt haben, einer Musik­woche für Frauen, Inter- & Transidente. Oder das die Dives mittlerweile als Support-Band von Bilderbuch, AnnenMayKantereit, Courtney Barnett, Franz Ferdinand auf Tour waren. All das sind vielleicht für die einen wichtige Infos. Für die anderen: Hört ihr euch diesen geilen Song an. Für mich eine geniale Mischung aus Heather Nova Anklängen und irgendeiner Frauenband, die ich vor hunderttausend Jahren mal irgendwo gehört habe. Name entfallen, ich hab es nicht so mit Namen. Dafür mit Musik. Und was die Dives da über Freundschaft und das Vertrauen in jemanden singen, macht Laune, musikalisch und inhaltlich: „I can be your safe place.“

Dives neue Single „Stay Right Here“ ist erschienen bei Siluh Records. Die Wiener allfemale Band gehört zu den DIY-Bands, die man in den nächsten Jahren durchaus auf dem Zettel haben sollte, wenn es um Surfrock und Garagepunk geht.

Surfrock und Garagepunk - Die Wiener allfemale Band Dives © Martina Lajczak